Philip Leder

Robert-Koch-Medaille in Gold 2008

Mit der Robert-Koch-Medaille in Gold 2008 wurde Professor Dr. Philip Leder ausgezeichnet. Die Preise überreichte der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Dr. Klaus Theo Schröder, am 14. November 2008 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Berlin.

Professor Philip Leder, Department of Genetics, Harvard Medical School, Boston, USA, erhielt die Robert-Koch-Medaille in Gold für seine fundamentalen wissenschaftlichen Beiträge zur modernen molekularen Biomedizin. Sein Name war mit der Entzifferung des genetischen Codes zu Anfang der 1960er Jahre verbunden. Vor allem trug er entscheidend zur modernen molekularen Tumorforschung bei. Hierzu zählte 1984 die Entwicklung der ersten transgenen Maus, die ein menschliches Onkogen trägt. Die Onko-Maus, die spontan Brusttumoren entwickelt, stellte eine Pioniertat für die molekulare Krebsforschung und der Suche nach potenziell neuen Medikamenten dar. In den letzten Jahren wandte sich Leder dem Zusammenhang zwischen Sauerstoffversorgung und Kohlenhydratstoffwechsel in den Tumorzellen zu, der für das Wachstum der Krebszellen essentiell ist. Auch dies könnte künftig therapeutisch genutzt werden.

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