Volker ter Meulen

Robert Koch Medaille in Gold 2009

Mit der Robert-Koch-Medaille in Gold 2009 wurde Professor Dr. Volker ter Meulen ausgezeichnet. Die Preise überreichte Staatssekretär Dr. Theo Schröder, Bundesministerium für Gesundheit, am 30. Oktober 2009 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.

Für sein Lebenswerk zur Erforschung der neuronalen Persistenz von Virusinfektionen wurde Professor ter Meulen, Universität Würzburg, mit der Robert-Koch-Medaille in Gold ausgezeichnet. Der Virologe zählt zu den weltweit führenden Forschern auf dem Gebiet von Virusinfektionen des Zentralnervensystems. Dazu gehören Erkrankungen wie die subakute sklerosierende Panenzephalitis und durch Coronaviren und Affen-Immundefizienzviren verursachte Infektionen. In seinen Forschungsarbeiten konnte ter Meulen zeigen, dass Masernviren die körpereigene Immunabwehr ausschalten, indem sie die Bildung von Lymphozyten durch Glykoproteine hemmen. Diese Entdeckung gehört zu den Pionierarbeiten, weil sie ein neues Prinzip der Unterdrückung des Immunsystems enthüllt.

Nach seiner Karriere als Hochschulforscher übernahm ter Meulen als Präsident die Leitung der traditionsreichen Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle. Vor dem G8-Gipfel in Deutschland lud er die Akademiepräsidenten der beteiligten Staaten und Schwellenländer ein, eine gemeinsame Stellungnahme zum Klimaschutz zu verfassen. Sein Engagement fand die entsprechende Würdigung, als die Leopoldina im Jahr 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt wurde.

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