Shinya Yamanaka

Robert-Koch-Preis 2008, gemeinsam mit Hans Robert Schöler und Irving Weissman

Die Robert-Koch-Stiftung hat am 14. November den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2008 gemeinsam an die Professoren Dr. Hans Robert Schöler, Dr. Irving Weissman und Dr. Shinya Yamanaka verliehen.

Professor Yamanaka, Abteilung für Stammzellbiologie, Institute for Frontier Medical Sciences an der Universität von Kyoto in Japan, erhielt den Preis für seine wegweisenden Forschungen zur Induktion und Funktionsanalyse pluripotenter Stammzellen aus somatischen Zellen. Vor zwei Jahren war es ihm und seinem Team erstmals gelungen, ausgereifte Hautzellen einer Maus umzuprogrammieren. Diese verhielten sich dann ähnlich wie embryonale Stammzellen und waren in der Lage, jede der über 200 Zelltypen des Körpers wie Nerven-, Muskel- und Knorpelzellen auszubilden. Ein Jahr später konnte Yamanaka zeigen, dass diese Methode auch bei menschlichen Hautzellen funktioniert. Sein Rezept war überraschend einfach: Um die pluripotenten Stammzellen zu erzeugen, waren weder Eizellen noch Embryonen notwendig. Für die Umprogrammierung in Alleskönner reichte die Einschleusung von vier Genen in das Erbgut der Hautzellen: Oct4, Sox2, c-Myc und Klf4.

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