Hermann Bujard

Robert-Koch-Medaille in Gold 2014

Professor emeritus Hermann Bujard, Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg, erhält für sein Lebenswerk, insbesondere in der Erforschung der Malariainfektion, die Robert-Koch-Medaille in Gold.

Die Erforschung von Mechanismen, welche die Aktivität von Genen kontrollieren, sowie ihre praktische Umsetzung auch zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten sind die Forschungsschwerpunkte von Professor emeritus Dr. Hermann Bujard, Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg, der für sein Lebenswerk mit der Robert-Koch-Medaille in Gold geehrt wird. Bereits 1983 initiierte er als Leiter der Biologischen Forschung bei Hoffmann-La Roche ein erstes Forschungsprogramm zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen Malaria. Ende 1985 wurde Bujard als Gründungsdirektor des weltweit renommierten Zentrums für Molekulare Biologie (ZMBH) nach Heidelberg berufen.

Dort erforscht Bujard weiterhin in Zusammenarbeit auch mit westafrikanischen Kollegen ein Malaria-Vakzin, dessen klinische Erprobung unmittelbar bevorsteht. Die im Bujard-Labor entwickelten „Genschalter“ haben in der biomedizinischen Forschung breite Anwendung gefunden, so auch bei der Entwicklung neuer Medikamente gegen AIDS und Hepatitis B sowie bei neuartigen Strategien zur Bekämpfung von durch Insekten übertragenen Infektionskrankheiten, wie das sich zur Zeit weltweit ausbreitende „Dengue-Fieber“.

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