Staffan Normark

Robert-Koch-Medaille 2018

Wenn Staffan Normark auf den Beginn seiner Karriere zurückblickt, erinnert er sich an eine Zeit, in der vieles einfach „neu und aufregend“ war. Normark gehörte zu den ersten Forschern, die in Schweden ein Gen klonierten. 1980 wurde er im Alter von 35 Jahren jüngster Professor an der Universität seiner Heimatstadt Umea. 1983 gründete er die Firma Symbicom, ein frühes schwedisches Biotechunternehmen, heute eine Tochter der AstraZeneca. Normark hatte ein sicheres Gespür für die ungeheuren Möglichkeiten, die sich mit den neuen molekularbiologischen Werkzeugen eröffneten. Lange beschäftigte er sich mit der Induktion der so genannten AmpC-Beta-Laktamase in Eschericia coli und damit der Entstehung von Antibiotikaresistenzen. Bei den Beta-Laktamasen handelt es sich um bakterielle Enzyme, die in der Lage sind, den „Betalaktam-Ring“ zahlreicher Antibiotika zu spalten und damit zu inaktivieren. Die enzymatische Inaktivierung von Antibiotika durch Beta-Laktamasen gilt heute als der am weitesten verbreitete Resistenzmechanismus.

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