Shizuo Akira

Robert-Koch-Preis 2004, gemeinsam mit Jules A. Hoffmann und Bruce A. Beutler

Die Robert-Koch-Stiftung hat den erstmals mit 100.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2004 zu gleichen Teilen an die Professoren Jules A. Hoffmann, Bruce A. Beutler und Shizuo Akira verliehen. Die Wissenschaftler erhielten den Preis für ihre bahnbrechenden Forschungen zu den molekularen Mechanismen, die der Signalerkennung, der Signaltransduktion und den Effektorfunktionen bei der angeborenen Immunität zugrunde liegen.

Professor Dr. Shizuo Akira, Research Institute for Microbial Diseases in Osaka, Japan, forscht über bakterielle Infektionen und die körpereigene Abwehr. Bei seiner Suche nach intrazellulären Signalen stieß Akira auf MyD88, einen Kontrollschalter der Signalvermittlung von Entzündungsreizen. Er schaltete im Experiment MyD88 aus und konnte zeigen, dass die Versuchstiere auf Entzündungsreize nicht mehr reagierten. Durch weitere Experimente lieferte er die entscheidenden Beiträge zum Verständnis der TLR als Bindungsstellen, die spezielle Charakteristika von bakteriellen Erregern erkennen.

Durch die Arbeiten der drei Preisträger ist heute die TLR-Familie als generelles Sensor-System bekannt, welches Krankheitserreger im Sinne der angeborenen Immunität erkennt.

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