Shimon Sakaguchi erhält Robert-Koch-Preis 2020 | Robert-Koch-Medaille in Gold geht an Thomas F. Meyer

17. November 2020

Berlin – Die Robert-Koch-Stiftung hat am vergangenen Samstag den mit 120.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2020 an Professor Shimon Sakaguchi, Leiter des Immunology Frontier Research Center (IFReC) der Universität Osaka (Japan). verliehen.

Professor Thomas F. Meyer, Seniorprofessor an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erhält die Robert-Koch-Medaille in Gold für sein Lebenswerk.

Die Preise wurden während einer online-Ehrenkonferenz durch Herrn Professor Plischke, Vorstandsvorsitzender der Robert-Koch-Stiftung und Professor Andreas Radbruch, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Robert-Koch-Stiftung in kleinem Rahmen übergeben. Die persönliche Übergabe, die während eines Festakts in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin stattfinden sollte, wurde ins nächste Jahr verschoben.

Sakaguchi wurde mit dem Robert-Koch-Preis für seine bahnbrechenden Arbeiten zu regulatorischen T-Zellen gewürdigt.

Professor Thomas F. Meyer erhält die Robert-Koch-Medaille in Gold insbesondere für seine Arbeiten auf dem Gebiet der molekularen Infektionsbiologie.


Postdoktorandenpreise für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Während der virtuellen Ehrenkonferenz wurden ebenfalls drei mit je 5.000 Euro dotierte Postdoktorandenpreise der Robert-Koch-Stiftung für herausragende Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses verliehen. Vorgeschlagen wurden die Kandidatinnen und Kandidaten von den deutschen Gesellschaften für Hygiene und Mikrobiologie, Immunologie und Virologie.

Der Postdoktorandenpreis für Immunologie ging an Prof. Dr. Petra Bacher, Institute of Clinical Molecular Biology & Institute of Immunology der Christian-Albrechts-University zu Kiel, in Anerkennung ihrer Arbeiten zur Regulation menschlicher Immunantworten.

Den Postdoktorandenpreis für Virologie erhielt Prof. Dr. Stephanie Pfaender, Abteilung f. Molekulare u. Medizinische Virologie, Ruhr-Universität Bochum, in Anerkennung ihrer Arbeiten zur Biologie von Corona-Viren.

Dr. med. Michael Sigal, Charité Universitätsmedizin Berlin, bekam den Postdoktorandenpreis für Hygiene und Mikrobiologie in Anerkennung seiner Arbeiten zum Verständnis von gastrointestinalen Infektionen.


Fotos der Ehrenkonferenz sind auf:
www.robert-koch-stiftung.de/Ehrenkonferenz2020
unter Angabe des Copyrights zur freien Verwendung hinterlegt.


Über die Robert-Koch-Stiftung

Die Robert-Koch-Stiftung e. V. ist eine 1907 gegründete gemeinnützige Stiftung zur Förderung des medizinischen Fortschritts mit Sitz in Berlin. Sie fördert die wissenschaftliche Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten sowie beispielhafte Projekte zur Lösung medizinischer und hygienischer Probleme. Die Stiftung vergibt alljährlich mehrere hochrangige wissenschaftliche Auszeichnungen: den Robert-Koch-Preis, der zu den höchstrangingen wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland zählt, die Robert-Koch-Medaille in Gold, drei Auszeichnungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und seit 2013 den Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.

Robert Koch (1843 – 1910), nach dem der Preis benannt ist, hat die moderne Bakteriologie begründet. Dafür erhielt er im Jahr 1905 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Koch leitete von 1891 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1904 das Institut für Infektionskrankheiten in Berlin.

Kontakt:
Sabine Timmermann, Tel: +49 (0)214 30-70 28 5, E-Mail: info@robert-koch-stiftung.de

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